Die Galileischen Monde

Die vier Galileischen Monde sind die vier größten Monde des Jupiters. Sie wurden nach dem italienischen Astronom und Naturforscher Galileo Galilei benannt. Ein Großteil der Informationen lieferte uns die US-Raumsonde Galileo, die das Jupitersystem von 1995 bis 2003 erforschte. Würden die vier Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto nicht den Jupiter umrunden, würden sie von sich aus betrachtet schon als Planeten durchgehen.

Io

Der Jupitermond Io ist dem Jupiter am nächsten und hat einen eisenreichen Kern, der von einem geschmolzenen Silikatmantel umschlossen ist. Io hat einen Durchmesser von 3643 km und ist damit der viertgrößte Mond im Sonnensystem – vor unserem Erdmond mit 3476 km Durchmesser. Seine Besonderheit ist ein extremer Vulkanismus, der von keinem anderen Himmelskörper in unserem Sonnensystem überboten wird.

Europa

Europa ist ein Eismond und der zweitinnerste Mond des Jupitersystems. Mit einem Durchmesser von 3121 km ist er der kleinste der vier Galileischen Monde. Die Temperatur an seiner Oberfläche erreicht maximal -150°C. Mit Hilfe der Galileo-Sonde ließ sich jedoch erschließen, dass sich unter der Wassereishülle ein etwa 100 km tiefer Ozean mit flüssigem Wasser befindet, in dem möglicherweise einfache Lebensformen existieren könnten.

Ganymed

Ganymed ist wie Europa und Kallisto ein Eismond und ist der dritte der vier Galileischen Monde des Planeten Jupiters. Mit einem Durchmesser von 5262 km ist er der größte Mond im Sonnensystem und ist damit sogar größer als der Planet Merkur mit einem Durchmesser von 4880 km. Als einziger Trabant Jupiters besitzt Ganymed ein ausgeprägtes Magnetfeld und eine sehr dünne Atmosphäre.

Kallisto

Kallisto besteht zum großen Teil aus einem Eis-Stein-Gemisch und ist mit einem Durchmesser von 4820 km der drittgrößte Mond unseres Sonnensystems. Unter seiner Oberfläche aus Eis befindet sich eventuell auch ein Ozean, aber das ist nicht bewiesen. Manche Planetenforscher bezeichnen Kallisto als „gefrorenes Fossil“. Seine Oberfläche ist von Tausenden von Einschlagskratern bedeckt. 2030 soll die erste europäische Jupitermission JUICE (Jupiter Icy Moon Explorer) in eine Umlaufbahn um den Riesenplaneten eintreten. Der Fokus liegt auf der detaillierten Erkundung der drei großen Eismonde Kallisto, Ganymed und Europa. Im Jahre 2022 soll dieses Projekt starten.

Mick  und Quy Yau 

(Auf dem Bild sind die Monde in der selben Reihenfolge wie die Artikel)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑